Europas Staaten: Norwegen

Das Land Norwegen liegt im Nordeuropa im Westen der skandinavischen Halbinsel, Reisen nach Norwegen sind genau das Richtige für Naturliebhaber. Mit den anderen nordischen Ländern Dänemark, Schweden, Island sowie Finnland ist es eng verbunden. Seine Haupstadt ist Oslo, eine der schönsten und saubersten Städte weltweit. Die Stadt liegt am Ende des Oslofjords und hat vielen Sehenswürdigkeiten. Hier steht auch das Königliche Schloß, denn noch heute ist Norwegen eine konstitutionelle Monarchie. Außerdem imposant die Festung Akershus, sowie die Skispunganlage Holmenkollen, das Parlament Storting und das Rathaus im Hafen.

norwegische flagge
Flagge von Norwegen

Außerdem hat die Stadt zahlreiche Museen zu bieten wie das Fram-Museum, Schifffahrtsmuseum und das Kon-Tiki-Museum auf der Halbinsel Bygdøy. Am bekanntesten ist aber dort das beliebte Wikingerschiffmuseum, wo man noch originale Wikingerschiff besichtigen kann. Einen Besuch abstatten sollte man auch dem Munch-Museum und der Nationalgalerie sowie dem Norsk Folkemuseum.

Bekannt ist Norwegen aber insbesondere auch durch seine Fjorde, die das Land auf der gesamten zum Meer gewandten Westseite einfurchen. Der größte der Fjorde ist der Sognefjord, er wird gerne auch der König der Fjorde genannt. Weitere Fjorde sind der Geirangerfjord, Hardangerfjord, Oslofjord, Trondheimfjord und der Trollfjord. Die Fjorde werden wegen ihrer eindrucksvollen Natur und Erscheinung gerne von Kreuzfahrtschiffen und den Hurtigruten angelaufen.

oslofjord
Boot im Oslofjord (c)

Norwegen ist ein Land, in dem die Natur noch viel Platz hat, denn es ist außerhalb der Städte wie Bergen, Trondheim und Stavanger sehr dünn besiedelt. Reisende, die Ruhe suchen, sind in Norwegen gut aufgehoben. Angler und Wanderer kommen voll auf ihre Kosten. Aber auch die Städte haben viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, das Hanseviertel Bryggen in Bergen gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. die Währung des Landes ist die Norwegische Krone, Amtssprache ist Norwegisch (aufgeteilt in Bokmål und Nynorsk).

stabkirche norwegen
Stabkirche in Norwegen (c)

Ebenfalls sehenswert auf Reisen nach Norwegen sind die vielen, eigentümlich Stabkirchen aus Holz, die man in Norwegen findet und die oft noch Elemente der Wikingerzeit beinhalten und mit dem christlichen Glauben verbinden. die meisten Norweger sind heute evangelisch-lutherischer Konfession. Obwohl Norwegen schon seit einigen Jahren ein Land für Auswanderer geworden ist, u.a. wegen seiner guten wirtschaftlichen Situation, ist der Ausländernateil gering. die meisten kommen aus Polen, Schweden und Deutschen oder sind Flüchtlinge aus Entwicklungsländern. Gerade hier engagiert sich Norwegen seit einigen Jahren verstärkt.

Die Wirtschaft Norwegens profitiert nach wie vor von der Gewinnung von Erdöl in der Nordsee, daneben sind Tourismus, Fischfang und IT nenennswert. Neben Sommertourismus bietet Norwegen auch gute Möglichkeiten für den Wintersport, was die guten Ergebnisse norwegischer Wintersportler beweisen.

Kurz & Knapp

Offizieller Name: Kongeriket Norge, deutsch: Königreich Norwegen

Landschaftsformen

Norwegen ist ein bergiges Land und geprägt vom Skandinavischen Gebirge Skanden. 40 % des Landes liegen höher als 600 m, 20 % höher als 900 m über dem Meeresspiegel. Es gibt auch die sog. Hochfjell-Gebiete wie die Hardangervidda, die sich weitflächig auf 1.000 – 2.000 m über dem Meeresspiegel befindet. Die höchsten Berge sind der Glittertind und der Galdhöpingen mit Höhen von 2.470 bzw. 2.469 m.

Westlich davon liegt der größte Gletscher Kontinentaleuropas, der Jostedalsbre. Die Fjorde (ehemalige Flusstäler) sind das bekannteste Landschaftsbild Norwegens, dass man in seinem Norwegen Urlaub entdecken wird. Sie reichen, wie z.B. der Sognefjord 1300m unter den Meeresspiegel und ziehen sich bis 200km ins Landesinnere. Dort ist ein verhältnismäßig mildes Klima. An der Strandflate, der Küstenplattform bilden sich Inseln und Schären, wie z.B. zwischen Stavanger und Bergen. Zwischen Oslofjord und Mjösasee (Jaeren) sowie am Trondheimsfjord liegen die wenigen günstigen Ackerböden des Landes.

Geografie

Norwegen gehört zusammen mit Schweden, Finnland, Dänemark und Island zu den nordischen Ländern Europas. Es erstreckt sich weitläufig über die gesamte Länge Westskandinaviens. Von Lindesnes im äußersten Süden und Nordkap liegen über 1.800 km Luftlinie. In Straßenkilometern wäre die Strecke sogar 2520km lang. Die Ost-West-Ausdehnung ist deutlich schmaler. Sie beträgt an der schmalsten Stelle 6,3 km, an der dicksten 430 km. Wenn man die schönen Landschaften Norwegens durchfährt, meint man auf einer Rundreise USA unterwegs zu sein. Ähnlichkeiten bestehen auch zu Neuengland und Boston.

blockhaus norwegen
Urlaub im Blockhaus ist typisch für Skandinavien (c)

Norwegen hat gemeinsame Grenzen mit Schweden (1.620 km), Finnland (725 km) und Russland (196 km). Die Küstenlinie ist im geraden Verlauf ca. 2.650 km lang. Folgt man aber den Fjorden und weit verzweigten Buchten, erreicht man bereits 21.465 km Küstenlänge (mit Inseln sogar 57.258 km!).

Svalbard (61.229 qkm) im Nordpolarmeer ist mit der Hauptinsel Spitzbergen und der Bäreninsel, genauso wie Jan Mayen (Wetterstation im Europäischen Nordmeer) ein norwegisches Außengebiet. Die Bouvet-Insel (60 qkm) und die Peter-I.-Insel im Südpolarmeer gelten als abhängige Gebiete Norwegens. Norwegen beansprucht ferner das Königin-Maud-Land in der Antarktis.

Klima

Die Küste ist durch den Golfstrom beeinflusst und hat relativ mildes Klima. Diese ist trotz der beachtlichen Nordlage ganzjährig eisfrei. Bergen (Westküste) hat z.B. im Januar noch eine Durchschnittstemperatur von 1,5 °C (Jahresmittel 7,8 °C).

Von der Küste weg nach Osten wird es bergiger und kälter. Geilo, der bekannte Wintersportort hat nur noch eine Jahresdurchschnittstemperatur von 1,1 °C. In Röros weiter im Osten sind es sogar nur noch 0,3 °C).

An der Küsten herrscht reichlich Niederschlag. In Bergen z.B. 2260 mm im Jahr. Im Landesinneren sind es teilweise weniger als 1000 mm im Jahr. In Oslo sind es rund 1100 mm.

Erstaunlich ist, dass der nördliche Landesteil die Extremtemperaturen hat. In Kirkenes zeigte das Thermometer im Juli 2000 über 30 °C und im Januar wurden in der Finnmark minus 37,6 °C gemessen.

Flora

Weite Flächen Norwegen sind bewaldet. Kiefern, Fichten und Birken sind die Hauptbaumarten. Fjellbirke und Kiefer sind auf Höhenlage über 1000m noch anzutreffen. Sie reichen fast bis zur Barentssee.

Im äußersten Süden sind Laub- und Mischwälder anzutreffen. Ähnlich wie in Mitteleuropa. Im feuchten Westen und in den Höhenlagen sind Moorgebiete anzutreffen.

Jenseits des Waldes beginnt die Tundra.

Fauna

Bären, Wölfe und der Luchs sind selten geworden. Häufiger vertreten sind Rotwild, Füchse, Dachse, Lemminge, Marder und Biber. Natürlich auch der für Skandinavien typische Elch. Die Rentiere sind in den Fjellbereichen zuhause. Norwegens Küstengewässer sind fischreich. Es gibt, bedingt durch den Golfstrom und dessen Planktonreichtum, große Dorsch- und Heringsschwärme. In den Binnenseen und Flüssen leben Lachse und Forellen, die auch in Aquakultur gezüchtet werden.

An der Küste können auch Wale beobachtet werden.

Verwaltungsgliederung

Die Provinzen (Fylke) Norwegens sind:

  1. Östfold
    2. Akershus
    3. Oslo
    4. Hedmark
    5. Oppland
    6. Buskerud
    7. Vestfold
    8. Telemark
    9. Aust- Agder
    10. Vest- Agder
    11. Rogaland
    12. Hordaland
    14. Sogn og Fjordane
    15. Möre og Romsdal
    16. Sör- Trondelag
    17. Nord- Trondelag
    18. Nordland
    19. Troms
    20. Finnmark
    21. Svalbard
    22. Jan Mayen

 

Geografie

Norwegen gehört zusammen mit Schweden, Finnland, Dänemark und Island zu den nordischen Ländern Europas. Norwegen erstreckt sich weitläufig über die gesamte Länge Westskandinaviens.

Von Lindesnes im äußersten Süden und Nordkap liegen über 1.800 km Luftlinie. In Straßenkilometern wäre die Strecke sogar 2.520 km lang. Die Ost-West-Ausdehnung ist deutlich schmaler. Sie beträgt an der schmalsten Stelle 6.3 km, an der dicksten 430 km.

Norwegen hat gemeinsame Grenzen mit Schweden (1.620 km), Finnland (725 km) und Russland (196 km). Die Küstenlinie ist im geraden Verlauf ca. 2.650 km lang. Folgt man aber den Fjorden und weit verzweigten Buchten erreicht man bereits 21.465 km Küstenlänge (mit Inseln sogar 57.258 km!).

Svalbard (61.229 qkm) im Nordpolarmeer ist mit der Hauptinsel Spitzbergen und der Bäreninsel, genauso wie Jan Mayen (Wetterstation im Europ. Nordmeer) ein norwegisches Außengebiet. Die Bouvet-Insel (60 qkm) und die Peter-I.-Insel im Südpolarmeer bei der Antarktis gelten als abhängige Gebiete Norwegens.

Norwegen beansprucht ferner das Königin-Maud-Land in der Antarktis.

 

Tourismus in Norwegen

Norwegen bietet eine beeindruckende Natur und aufregende Landschaft für den Besucher, also ideal für den Tourismus. Insbesondere die Fjorde sind weltweit bekannt und ein beliebtes Reiseziel. Sowohl für Besucher mit dem PKW, Wohnmobil und Kreuzfahrt-Touristen.

Jedes Jahr kommen tausende Besucher nach Norwegen. Sie starten ihren Urlaub meist in Deutschland, den USA, Großbritannien, Dänemark und Schweden. Eine besondere Attraktion ist sicherlich das Nordkap, das auch von den Postschiffen der Hurtigruten angefahren wird. Auch der Geirangerfjord gilt als eine Haupt-Attraktion. Genauso wie Lysefjord, Trollfjord, Sognefjord und Hardangerfjord, um nur einige exemplarische Highlights zu nennen.

Auch für Wintersportler hat Norwegen viele attraktive Skigebiete zu bieten. Besucht wird auch gerne der ehemalige Olympia-Ort Lillehammer. Der Telemark gilt als besonders reizvoll. Auch eine Fahrt mit der Flam-Bahn ist eine Attraktion und ein Erlebnis. Im Norden von Dombås liegt der Hochgebirgspark Dovrefjell, (mit dem 2.286 m hohen Snøhetta). Hier kann der Besucher im Sommer wandern, im Winter Ski fahren. Außerdem findet man hier noch frei lebende Moschusochsen. Den größten Vogelfelsen Norwegens (rund 2,5 Mio. Vögel) findet man auf der Insel Røst (Lofoten). Einige Vögel brüten auch auf der nahe von Ålesund (Norwegens Venedig) gelegenen Vogelinsel Runde.

Aber auch die Städte Norwegens haben einiges zu bieten. Oslo mit der Museumsinsel Bygdø oder das Parlament, Festung Akershus, dem königlichen Schloss und dem Rathaus.

In Eidsvoll kann man das Herrenhaus besichtigen, wo 1814 die erste Verfassung ratifiziert wurde. Trondheim lockt mit dem Dom und den Speicherhäusern. Bergen bietet die alten Handelshäuser der Hanse in Bryggen (früher Tyske Bryggen) und die Marienkirche als Attraktion.

 

Könighaus Norwegen

Die Entstehung:

1905 Da Norwegen eigene Konsulate im Ausland errichten will kommt es zum Streit mit den Schweden, die Norwegen weiter als Vasallenstaat betrachteten und in Streitfragen das letzte Wort haben wollen. Am 07.06.1905 beschließt das norwegische Parlament (Storting) das Ende der Union mit Schweden.

norwegen schloss
Das Königliche Schloss in Oslo (c)

Am 13.08.1905 spricht sich eine deutliche Mehrheit der Norweger für die Unabhängigkeit aus. Die Norweger stimmen darauf in einer weiteren Volksabstimmung zur zukünftigen Staatsform mit einer deutlichen Mehrheit für ein Königshaus. Am 26.10.1905 verzichtet König Oscar II von Schweden und Norwegen auf den norwegischen Thron mit Zustimmung des schwedischen Reichstages.

Am 27.11.1905 wird Prinz Carl von Dänemark aus dem schleswiger Adelsgeschlecht als Haakon VII König von Norwegen, und schwörte vor dem Parlament (Storting) den Eid auf die Verfassung. Sein Sohn Alexander erhält den neuen Namen Olav. Am 22.06.1906 werden er und seine Frau gekrönt.

Seitdem ist natürlich viel passiert im norwegischen Königshaus, wobei es dort schon ruhiger zugeht als bei den Briten.

 

Flora und Fauna

Jenseits des Waldes beginnt die Tundra. Bären, Wölfe und der Luchs sind selten noch vorzufinden. Häufiger vertreten sind Rotwild, Füchse, Dachse, Lemminge, Marder und Biber. Natürlich auch, der für Skandinavien typische Elch. Auch Rentiere sind in den Fjellbereichen zuhause.

Weite Flächen Norwegen sind bewaldet. Kiefern, Fichten und Birken sind die Hauptbaumarten. Fjellbirke und Kiefer sind auf Höhenlage über 1.000 m noch anzutreffen. Sie reichen fast bis zur Barentssee.

namsen fluss norwegen
Flusslandschaft in Norwegen

Im äußersten Süden sind Laub- und Mischwälder anzutreffen. Ähnlich wie in Mitteleuropa. Im feuchten Westen und in den Höhenlagen sind Moorgebiete anzutreffen.

An den Küsten finden sich sehr fischreiche Gewässer. Es gibt, bedingt durch den Golfstrom und dessen Planktonreichtum, reiche Dorsch- und Heringsschwärme.

In den Binnenseen und Flüssen leben Lachse und Forellen, die auch in Aquakultur gezüchtet werden. An der Küste können Wale beobachtet werden.

 

Klima in Norwegen

An der Küste herrscht durch den Golfstrom relativ mildes Klima. Dies Küstenstädte sind trotz der nördlichen Lage ganzjährig eisfrei. Bergen (Westküste) hat z.B. im Januar noch eine Durchschnittstemperatur von 1,5 °C (Jahresmittel 7,8 °C).

Von der Küste weg nach Osten wird es bergiger und kälter. Geilo, der bekannte Wintersportort hat nur noch eine Jahresdurchschnittstemperatur von 1,1 °C. In Röros weiter im Osten sind es sogar nur noch 0,3 °C.

An den Küsten gibt es reichlich Niederschlag. In Bergen z.B. über 2.200 mm im Jahr. Im Landesinneren sind es teilweise weniger als 1.000 mm im Jahr. In Oslo sind es rund 1.100 mm. Erstaunlich ist, dass der nördliche Landesteil die Extremtemperaturen hat. In Kirkenes zeigte das Thermometer im Juli 2000 über 30 °C und im Januar wurden in der Finnmark minus 37,6 °C gemessen.