Natur-Highlights in Norwegen

Bekanntermaßen ist Norwegen ein beliebtes Reiseziel für Naturliebhaber und Outdoor-Freaks: Die Fjorde, Gletscher und die unberührte Wildnis der Nationalparks lassen keinen unberührt und verzaubern jeden.

tyrifjord norwegen
Der Tyrifjord im Fylke Buskerud (c)

Berge, schneebedeckte Gipfel und die raue Schönheit der Hochebenen gehören ebenso zum Landschaftsbild wie die bizarren Felsformationen, dichten Wälder, Schluchten, Wasserfälle und Seen. Insgesamt 43 Nationalparks schützen die vielseitige Natur Norwegens und laden zu unvergesslichen Wander- und Trekking-Touren ein. Dank des norwegischen Jedermannsrechts dürfen sie von jedem kostenfrei betreten werden.

Die Wanderwege sind hier wie überall in Norwegen sehr gut ausgeschildert. Für längere Touren stehen teils bewirtschaftete, teils zur Selbstversorgung bestimmte Hütten als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Darüber hinaus können Wanderer überall im offenen Land ihr Zelt aufschlagen. In der Zeit vom 15. April bis 15. September darf allerdings kein offenes Feuer entzündet werden.

Zu den beliebtesten Zielen für einen Wanderurlaub in Norwegen zählen die Nationalparks Hardangervidda, Rondane, Jotunheimen, Jostedalsbreen und Dovrefjell-Sunndalsfjella, die wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen würden.

 

Nationalparks mit Seen, Flüssen und Wasserfällen

Der Nationalpark Hardangervidda wurde 1981 gegründet und ist mit über 3.400 Quadratkilometern der größte Nationalpark Norwegens. Doch damit nicht genug. Denn Hardangervidda gilt als die größte Hochebene des europäischen Nordens und ist wegen ihrer reizvollen Landschaften und ihrer arktischen Tier- und Pflanzenwelt sehr beliebt.

Besonders in den Herbstmonaten zeigt sich die Natur hier von ihrer farbenfrohen Seite. Moore, fischreiche Seen und Flüsse sowie meterhohe Wasserfälle gehören zu den landschaftlichen Highlights des Parks, während Berge und Schluchten sowie der Sørfjord den alpinen Westen des Hochplateaus bestimmen. Letztere beherbergt auch eines der berühmtesten Fotomotive Norwegens: den Trolltunga, einen rund 10 Meter langen Felsvorsprung, der sich in 700 Metern Höhe horizontal über die atemberaubende Naturlandschaft beugt. Wagemutige können sich an die Spitze setzen und die Beine baumeln lassen. Im Nordwesten des Parks schließt sich dann mit dem Hardangerjøkulen sogar einer der größten norwegischen Gletscher an.  Der älteste Nationalparks Norwegens heißt Rondane und liegt im Südwesten des Landes. Bereits seit 1962 steht die raue Gebirgswelt mit ihren Bergen, Tälern, dichten Wäldern und kargen Hochebenen unter strengem Naturschutz.

Der Rondane-Nationalpark ist eines der letzten Refugien wildlebender Rentiere. Viele andere Wild- und Raubtiere sind hier ebenfalls beheimatet, darunter Hirsche, Elche, Luchse, Nerze, Steinadler und viele andere mehr. Sogar einige wenige Braunbären und Wölfe können mit viel Glück gesichtet werden.

Auch im Jotunheimen-Nationalpark leben diese und andere Wildtiere in einer atemberaubend schönen Naturlandschaft. Fruchtbare Täler, malerische Gebirgsseen, Wasserfälle und Wälder mit Gebirgsbirken, Erlen, Ulmen und Kiefern bilden den Rahmen für die majestätischen Zweitausender, von denen kein anderer Nationalpark so viele beherbergt wie Jotunheimen. Der höchste Punkt ist mit 2.469 Metern Höhe der Galdhøpiggen, welcher zugleich der höchste Berg Norwegens ist.

 Aktivitäten in Norwegens Natur

Ob Trekkingtouren, Bergsteigen, Radfahren, Kanufahren, Rafting, Skfahren oder Gletscherwanderungen – den Nationalpark Jotunheimen können Besucher auf vielfältige Weise erkunden. Sogar das Innere des Erdreichs kann auf einer Höhlenwanderung erkundet werde Der Nationalpark Jostedalsbreen in Süd-Norwegen ist für seine unberührten Naturlandschaften berühmt, die nur auf Schusters Rappen erreichbar sind. Gleichzeitig beherbergt der 1991 gegründete Park den größten Gletscher des europäischen Festlandes. In dessen Umgebung können Naturfreunde Landschaften durchwandern, die größtenteils durch die Bewegungen des Gletschers gestaltet wurden. U-förmig geschnittene Täler, Muränen und Felsgesteine bestimmen im wesentlichen die Szenerie. Aber auch zahlreiche arktische Tier- und Pflanzenarten sind hier anzutreffen.

Der Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark schließlich ist die Heimat der letzten freilebenden Moschusochsen. Seine raue Gebirgslandschaft und das unbeständige Wetter, das hier herrscht, machen den Park zu einer besonderen Herausforderung, der sich nur erfahrene Outdoor-Fans stellen sollten.